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Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung, ein schrecklicher Alptraum · A Polish film, a surprising embrace, a terrible nightmare

Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung, ein schrecklicher Alptraum · A Polish film, a surprising embrace, a terrible nightmare

Flashback Polen: Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung einer jungen Polin, ein schrecklicher Alptraum und einige Fotos von mir vor fast 50 Jahren in Polen. Poznan | PL · 1977/78 (© PP · # 3725 · www.ewigesarchiv.at) Gestern im Stadtkino Wien als Auftakt zu „New Polish Films“ den Film „Winter of the Crow“ gesehen, ein fiktionaler Film, der zur Zeit des Ausrufung des Kriegsrechtes am 12. Dezember 1981 spielt und von einer Kurzgeschichte der Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk angeregt wurde. Ich selbst habe 1977/78 im Rahmen eines Auslandsjahres ein Jahr in Poznan, Polen Plakatgrafik studiert und gelebt und meinen ersten Animationsfilm OBUWIE produziert, ein dichtes, sehr interessantes Jahr, habe viele nette Menschen kennengelernt und mich sehr wohl gefühlt.

Den Film fand ich interessant, die Geschichte in Teilen sehr unglaubwürdig und den Film problematisch, weil er in gewissem Sinne eine Geschichte, eine historische Situation paradokumentarisch „konstruiert“ und meiner Meinung nach „verfälscht“ darstellt. Ich habe zwei Fragen gestellt und beim Rausgehen aus den Reihen kurz „przepraszam“, polnisch für „Entschuldigung“ gesagt – das hörte eine junge Polin gehört, war überrascht, dass ein Österreicher etwas polnisch kann und umarmte mich spontan. Zuerst dachte ich an eine Verwechslung, aber es entwickelte sich ein kurzes Gespräch und ich konnte meine mäßigen Polnisch-Kenntnisse auspacken. 

In der Nacht hatte ich einen ganz schrecklichen Alptraum, soweit ich mich erinnere, stand mein unmittelbares Ende ganz knapp bevor – jedenfalls einer dieser Träume, die so beklemmend sind, dass ich im Traum noch hoffte, dass es ein Alptraum wäre – schließlich aufgewacht und Momente der Erleichterung. Also geht’s doch noch ein bisschen weiter.

Dann Lust gehabt, in der Datenbank nach Fotos von mir zu suchen aus der Zeit in Poznan. Das große Foto zeigt mich selbst (rechts) am 1. Mai 1988, bei einem großen Aufmarsch, links von mir im roten Pullover ein polnischer Freund, er hält eine Tafel mit U AM in der Hand – Universität Adam Miczkiewicz – ich halte eine Tafel hoch, die ich mir von einem anderen Freund für das Foto ausgeborgt hatte: SZSP – Socialisticzny Zwiazek Studenty Polski (die Schreibweise ist sicher nicht ganz korrekt) – auf deutsch Sozialistischer Vernad polnischer Studenten. Der polnische Freund, der englisch studierte, hat dann kurz darauf eine Amerikanerin geheiratet und ist mit ihr nach Amerika ausgewandert.

Ich lebe nach wie vor in Österreich und schaue mir hin und wieder Fotos an, die vor 50 Jahren entstanden sind. Eine Zeit, die ich nicht missen möchte, voller intensiver Erfahrungen. Auch sehr ok.

Flashback Poland: A Polish film, a surprising hug from a young Polish woman, a terrible nightmare, and some photos of me from almost 50 years ago in Poland. Poznan | PL · 1977/78 (© PP · # 3725 · www.ewigesarchiv.at) Yesterday, at the Stadtkino in Vienna, as the opening film of „New Polish Films,“ I saw „Winter of the Crow,“ a fictional film set during the declaration of martial law on December 12, 1981, and inspired by a short story by Nobel laureate Olga Tokarczuk. I myself spent a year in Poznan, Poland in 1977/78 as part of a year abroad, studying and living in the city and producing my first animated film, OBUWIE. It was a busy, very interesting year; I met many wonderful people and felt very much at home.

 

 

… I found the film interesting, parts of the story very unbelievable, and the film problematic because, in a sense, it „constructs“ a story, a historical situation, in a para-documentary style and, in my opinion, „falsifies“ it. I asked two questions and, as I was leaving the theater, briefly said „przepraszam,“ Polish for „excuse me“—a young Polish woman overheard this, was surprised that an Austrian could speak some Polish, and spontaneously hugged me. At first, I thought it was a case of mistaken identity, but a short conversation ensued, and I was able to put my limited Polish skills to use.

That night, I had a truly terrible nightmare. As far as I can remember, my imminent death was very close—at least, it was one of those dreams so oppressive that I still hoped it was just a nightmare while dreaming—I finally woke up and experienced moments of relief. So, life goes on a little longer after all.

Then I felt like searching the database for photos of myself from my time in Poznan. The large photo shows me (on the right) on May 1, 1988, at a large rally. To my left, in a red sweater, is a Polish friend holding a sign that reads U AM – Adam Miczkiewicz University. I’m holding up a sign I borrowed from another friend for the photo: SZSP – Socialisticzny Zwiazek Studenty Polski (the spelling is certainly not entirely correct) – in English, Socialist Union of Polish Students. The Polish friend, who was studying English, married an American woman shortly afterward and emigrated with her to America.

I still live in Austria and occasionally look at photos taken 50 years ago. A time I wouldn’t want to miss, full of intense experiences. That’s perfectly fine, too.

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Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung, ein schrecklicher Alptraum · A Polish film, a surprising embrace, a terrible nightmare

Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung, ein schrecklicher Alptraum · A Polish film, a surprising embrace, a terrible nightmare

Flashback Polen: Ein polnischer Film, eine überraschende Umarmung einer jungen Polin, ein schrecklicher Alptraum und einige Fotos von mir vor fast 50 Jahren in Polen. Poznan | PL · 1977/78 (© PP · # 3725 · www.ewigesarchiv.at) Gestern im Stadtkino Wien als Auftakt zu „New Polish Films“ den... mehr lesen

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