Einführung

Bedienelemente – Controls

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Hauptmenu zu öffnen.

Click this control to open the main menu.

 

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Ewige Archiv zu durchsuchen.

Click this control to browse the Eternal Archives.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement oder verwenden Sie die ESC („escape“-Taste), um zurück zur Übersicht zu gelangen.

Click this control or use the ESC („escape“ key) to go back to the overview.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video zu schließen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to close the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video anzuzeigen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to show the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach links, um das vorherige Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow left key to show the previous image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach rechts, um das nächste Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow right key to show the next image/video.

Lade...
DE
|
EN

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut · Why I make films, who pays for them, who watches them

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut · Why I make films, who pays for them, who watches them

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut – Selbstbefragung eines stark gealterten Fanboys. NO MERCY! Poznan | PL; Wien | AT · 1977–2026 (© PP · # 3727 · www.ewigesarchiv.at) Weil ich mich so über mich ärgerte, dass ich die umfassende Jim-Jarmusch-Retrospektive im METRO-Kino von Filmarchiv Austria völlig übersehen, so gar nicht wahrgenommen hatte (angesichts derzeit stattfindender wahnwitziger Kriege und der Bestrebungen an der Macht befindlicher wahnsinniger alter Männern, die Welt zu zerstören, ein lächerlicher Ärger), schaute ich mir gestern gleich zwei Filme im Stadtkino Wien hintereinander an: Zuerst im Rahmen der Polish New Films die Dokumentation „Briefe aus der Wilcza“ von Arjun Talwar, der vor über zehn Jahren aus Indien nach Polen migrierte, über die Straße, in der er lebt und gleich anschließend den Film NO MERCY von Isa Willinger: „No Mercy“ ist ein filmischer Befreiungsschlag. Ein energiegeladener, wilder Trip durch das revolutionäre Filmschaffen von Frauen*  . .  “ Beide Filme gefielen mir gut, der erste war sehr gut besucht – wohl mehrheitlich von in Österreich lebenden Polen/Polinnen, beim zweiten Film war der Saal schütter besetzt, ich denke, außer mir war nur ein weiterer Mann im Kino. Ich war auch ins Kino gegangen, um nachzuschauen, ob zumindest eines der drei Plakate für die Premiere meiner beiden Filme am Di., 24. März 2026 um 20 Uhr, die ich einige Tage vorher an der Kassa des Stadtkino Wien abgegeben hatte, aufgehängt worden war. Hing aber keines – es hingen drei NO MERCY Plakate und die von der NEW POLISH FILMS-Woche – auch ok. Aber es hätt’ mich natürlich gefreut und wohl auch die Künstlerin Meina Schellander und den Künstler Götz Bury, die Hauptpersonen der beiden Dokumentationen. 

Symptomatisch für mein Leben und meine Arbeit: Ich mache jetzt seit fast 50 Jahren Filme und immer noch trage ich selbst die Plakate aus, versuche, mit meinen bescheidenen Möglichkeiten, ein Publikum dafür zu gewinnen. Mein Film über den Künstler Reimo Wukounig: „Der Schmerzraum des Zöglings 33“ wurde in ORF III ausgestrahlt, dafür bekam ich € 500 (fünfhundert Euro) überwiesen.

Ich begann 1977 in Poznan, Polen, Animationsfilme zu machen die beiden SW-Fotos zeigen mich bei einem Interview im polnischen Fernsehen 1978  – mein allererster Film OBUWIE gewann international einige Preise bei Filmfestivals – war dann gemeinsam mit Hubert Sielecki, der zur selben Zeit in Lodz, Polen ein Auslandsjahr machte, einer derjenigen, die den de facto zu der Zeit in Österreich kaum vorhandenen künstlerischen Animationsfilm wieder ein bisschen aufzeigen ließen. Hubert hat dann im Rahmen der Meisterklasse von Maria Lassnig das Studio für experimentellen Trickfilm gegründet und geleitet – das war der Turbo für die neuen österreichischen künstlerischen Animationsfilme. Ich habe dann eine Reihe von Animationsfilmen gemacht, war 1988/89 artist in residence am Filmdepartment der Concordia University in Montreal und realisierte dort den dreisprachigen Film „Mont Real“, eine wilde Mischung aus Animation und Live Action, von 1991 bis 1995 arbeitete ich im Digital Studio des ORF und produzierte viele animierte Signations für das Kinderprogramm des ORF. Dann folgte eine Pause, ich machte mich selbständig und arbeitete für diverse Medienunternehmen, zB für die Firma Telekabel (später: UPC, jetzt Magenta), für die ich gemeinsam mit meinem Partner Michael H. (der will nicht auf FB genannt werden) den Electronic Program Guide (EPG), also das User-Interface für das erste Pay-per-View-Progamm in Österreich „Telekino“ konzipierte, später entwarfen wir die Logos und Corporate Design des Stadtfernsehens W24.

Ab etwa 2014 begann ich, Dokumentationsfilme zu realisieren, vornehmlich über Künstler*innen, die ich lange kenne, deren Werke mich inspirieren, manchmal irritieren, in jedem Fall aber zum Nachdenken bringen. Diese Filme entstehen mit kleinstem Budget, es gibt keinerlei Auftraggeber*innen dafür. Dass sie entstehen, ist vor allem möglich durch die Zusammenarbeit mit Moni Parii und Patrick Spanbauer vom Produktions-Studio On Screen, denen ich sehr dankbar bin – ebenso dankbar bin ich allen, die an den Filmen mitgearbeitet haben.

Für manche der Filme habe ich um kleine Filmförderungen angesucht und Beträge zwischen € 1.000 bis € 6.000 zugesprochen bekommen. Einige der Filme wurden von Museen angekauft, was die Entstehungskosten in etwa gedeckt hat. „Profit“ ist damit keiner zu machen.

Ansuchen um Filmförderung finde ich mühsam, darum habe ichs bei den letzten beiden gar nicht versucht, die habe ich aus dem Nachlass von Christiana und HR. Dr. Rudolf Kefer finanziert, denen ich auch danke.

Innerhalb der vergangenen 12 Jahre sind nun eine ganze Reihe von Dokumentationen entstanden, die mich freuen, die meist auf Plattformen wie youtube, vimeo, dorftv und über ewigesarchiv.at frei zugänglich und zu sehen sind, zB über den Schriftsteller Walter Pilar, über Hans Kienesberger, Reimo Wukounig, den Amateurphotographen Johann Promberger zwei über Cornelius Kolig, über Meina Schellander, Götz Bury und zuletzt über Mara Mattuschka. Weiters eine Reihe von Aufzeichnungen von Vorträgen von Peter Kubelka.

Immerhin! Ich danke allen Künstler*innen – soweit sie noch leben – und allen, die daran mitgearbeitet haben.

Weitermachen, einfach weitermachen.

Fotos dieses Tableaus

Die SW-Fotos zeigen mich bei einem Interview im polnischen Fernsehen 1978

rechte Seite:

Im Videostudio On Screen beim Schnitt des Filmes „Mara Mattuschka – Das Bild sagt mir, wie es weitergeht.

Darunter: Im Mara Mattuschka und ich vor ihren Bildern im Atelier

Why I make films, who pays for them, who watches them – a self-examination by a very aged fanboy. NO MERCY! Poznan | PL; Vienna | AT · 1977–2026 (© PP · # 3727 · www.ewigesarchiv.at) Because I was so annoyed with myself for completely overlooking the comprehensive Jim Jarmusch retrospective at the METRO cinema, presented by Filmarchiv Austria (a ridiculous annoyance considering the insane wars currently taking place and the attempts of mad old men in power to destroy the world), I watched two films back-to-back yesterday at the Stadtkino Wien: First, as part of the Polish New Films series, the documentary „Letters from the Wilcza“ by Arjun Talwar, who migrated from India to Poland over ten years ago, about the street where he lives, and immediately afterwards the film NO MERCY by Isa Willinger: „No Mercy“ is a cinematic liberation. An energetic, wild trip through the revolutionary filmmaking of women* . . “I enjoyed both films. The first one was very well attended – probably mostly by Poles living in Austria. For the second film, the theater was sparsely populated; I think there was only one other man in the cinema besides me. I also went to the cinema to check if at least one of the three posters for the premiere of my two films on Tuesday, March 24, 2026, at 8 p.m., which I had submitted to the box office of the Stadtkino Wien a few days earlier, had been put up. None were up – there were three NO MERCY posters and those for the NEW POLISH FILMS week – that was fine too. But of course, I would have been pleased, and I suspect so would the artists Meina Schellander and Götz Bury, the main subjects of the two documentaries. It’s symptomatic of my life and work: I’ve been making films for almost 50 years now, and I still deliver the posters myself, trying to attract an audience with my modest means. My film about the artist…” Reimo Wukounig: “The Pain Room of Pupil 33” was broadcast on ORF III, for which I received €500 (five hundred euros).

I started making animated films in 1977 in Poznan, Poland. The two black and white photos show me during an interview on Polish television in 1978. My very first film, OBUWIE, won several international awards at film festivals. Together with Hubert Sielecki, who was spending a year abroad in Lodz, Poland at the same time, I was one of those who helped to revive the artistic animation scene, which was practically nonexistent in Austria at the time. Hubert then founded and directed the Studio for Experimental Animated Film as part of Maria Lassnig’s master class—that was the catalyst for the new wave of Austrian artistic animation. I then made a number of animated films, was an artist-in-residence at the film department of Concordia University in Montreal in 1988/89, and there created the trilingual film „Mont Real,“ a wild mix of animation and live action. From 1991 to 1995, I worked in the ORF’s digital studio and produced many animated signature sequences for the ORF’s children’s programming. Then came a break; I went freelance and worked for various media companies, for example, for Telekabel (later UPC, now Magenta), for whom my partner Michael H. (who prefers not to be named on Facebook) and I designed the Electronic Program Guide (EPG), the user interface for Austria’s first pay-per-view program, „Telekino.“ Later, we designed the logos and corporate identity for the local television station W24.

… Around 2014, I began making documentaries, primarily about artists I’ve known for a long time, whose work inspires me, sometimes unsettles me, but always makes me think. These films are made on a shoestring budget; there are no commissioning parties. Their creation is made possible mainly through the collaboration with Moni Parii and Patrick Spanbauer of the production studio On Screen, to whom I am very grateful—as well as to everyone who contributed to the films.

For some of the films, I applied for small film grants and received amounts between €1,000 and €6,000. A few of the films were acquired by museums, which roughly covered the production costs. There’s no „profit“ to be made from this.

I find applying for film grants tedious, so I didn’t even try for the last two; I financed them from the estate of Christiana and Dr. Rudolf Kefer, to whom I also extend my gratitude.

Over the past 12 years, a whole series of documentaries have been created, which I’m delighted about. Most of them are freely accessible and available to view on platforms like YouTube, Vimeo, DorfTV, and ewigesarchiv.at. These include films about the writer Walter Pilar, Hans Kienesberger, Reimo Wukounig, the amateur photographer Johann Promberger, two about Cornelius Kolig, Meina Schellander, Götz Bury, and most recently, Mara Mattuschka. There are also a number of recordings of lectures by Peter Kubelka.

At least! I thank all the artists—as far as they are still alive—and everyone who contributed.

Keep going, just keep going.

Photos of this tableau

The black and white photos show me during an interview on Polish television in 1978.

Right side:

In the On Screen video studio, editing the film „Mara Mattuschka – The Picture Tells Me How to Continue.“

Below: Mara Mattuschka and I in front of her paintings in her studio.

Aktive Filter:
ThemaFilm
DE
|
EN

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut · Why I make films, who pays for them, who watches them

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut · Why I make films, who pays for them, who watches them

Warum ich Filme mache, wer sie zahlt, wer sie anschaut – Selbstbefragung eines stark gealterten Fanboys. NO MERCY! Poznan | PL; Wien | AT · 1977–2026 (© PP · # 3727 · www.ewigesarchiv.at) Weil ich mich so über mich ärgerte, dass ich die umfassende Jim-Jarmusch-Retrospektive im METRO-Kino... mehr lesen

Why I make films, who pays for them, who watches them – a self-examination by a very aged fanboy. NO MERCY! Poznan | PL; Vienna | AT · 1977–2026 (© PP · # 3727 · www.ewigesarchiv.at) Because I was so annoyed with myself for completely overlooking the comprehensive Jim Jarmusch retrospective... read more