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Reimo Wukounig, ein Künstler, von dem ich zeichnen lernte · Reimo Wukounig, an artist from whom I learned to draw

Reimo Wukounig, ein Künstler, von dem ich zeichnen lernte · Reimo Wukounig, an artist from whom I learned to draw

Reimo Wukounig, ein Künstler, von dem ich zeichnen gelernt habe. Wien | AT · 2026 (© PP · # 3847 · www.ewigesarchiv.at) Anfang der 1970er Jahre, als ich begann, an der Angewandten zu studieren, war Reimo Wukounig Assistent beim Abendakt von Prof. Adolf Frohner. Reimo erzählt gerne die Anekdote, dass seine Anstellung zu Ende war, als er – polemisch-/sarkastisch wie er eben ist, Adolf Frohner als „Heinz Conrads des Wiener Aktionismus“ bezeichnete. Über ihn habe ich den Film „Reimo Wukounig – der Schmerzraum des Zöglings 33“ gemacht (s. link), der seine Werke und Karriere als Künstler thematisiert, als auch seine ihn sein Leben lang traumatisierenden Jahre als Zögling in Kärntner Heimen, die unter dem bestimmenden Einfluss des Arztes Franz Wurst standen, der jahrzehntelang Kinder auf die schrecklichste Weise missbrauchte und schließlich seine Frau von einem Jugendlichen ermorden ließ.

Zu diesen beiden Skizzen meinte Reimo in etwa: „Jaja, bin eh erstaunt eigentlich, dass ich noch so lebe (wir beide lachen daraufhin)!“ Auf meine Bitte, einen Kommentar abzugeben, weil er ja immerhin mein Professor gewesen sei: „Sie ist ein bissschen exotisch wirkend für mich, einerseits wie ein Fremdling, der mir aber bekannt vorkommt.“ Ich daraufhin: „Naja, aber immerhin, ich hab’s halt versucht, so gut ich’s konnte, Reimo“

(beide Zeichnungen: PP, 2026, 42 x 29,5 cm, Bleistift, bzw. Bleistift und Filzstifte)

Reimo Wukounig, an artist from whom I learned to draw. Vienna | AT · 2026 (© PP · # 3847 · www.ewigesarchiv.at) In the early 1970s, when I began studying at the University of Applied Arts Vienna, Reimo Wukounig was an assistant to Professor Adolf Frohner in his evening life drawing class. Reimo likes to tell the anecdote that his employment ended when he—polemical and sarcastic as ever—described Adolf Frohner as the „Heinz Conrads of Viennese Actionism.“ I made the film „Reimo Wukounig – The Pain Room of Pupil 33“ (see link) about him, which explores his works and career as an artist, as well as his lifelong traumatic years as a pupil in Carinthian children’s homes, under the domineering influence of the physician Franz Wurst, who for decades abused children in the most horrific ways and ultimately had his wife murdered by a teenager.

Regarding these two sketches, Reimo remarked something like, „Yeah, I’m actually surprised I’m still alive (we both laughed at this)!“ When I asked him to comment, since he had been my professor, he said, „She seems a bit exotic to me, like a stranger on the one hand, but familiar on the other.“ I replied, „Well, anyway, I tried my best, Reimo.“

(Both drawings: PP, 2026, 42 x 29.5 cm, pencil and felt-tip pens, respectively)

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