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Die Hausmeisterin besucht unsere WG · The caretaker visits our shared flat

Die Hausmeisterin besucht unsere WG · The caretaker visits our shared flat

Frau Grünberger*, gewöhnlich gut informierte Hausmeisterin, stattet unserer WG einen Besuch ab und wird reich beschenkt! Leben in der „Drogen-Entzugs-WG“ Teil 05. Wien | AT · 1975–1977 (© PP · # 3599 · www.ewigesarchiv.at) Die Wohnung, die ich in einem Anflug völliger Selbstüberschätzung 1975 in der Schubertgasse 22 im 9. Bezirk in Wien für die Wohngemeinschaft angemietet hatten, in der ich mit Menschen, die in der Drogenstation Kalksburg einen teils mehrmonatigen Entzug gemacht hatten, zusammenleben sollte und auch wollte, diese Wohnung war natürlich im Erdgeschoß und der Eingang lag direkt, also direkt gegenüber der Wohnung der Hausmeisterin, in deren Türe Glascheiben waren, die mit dünnen Vorhängen verdeckt waren. Bei jedem Ein- und Ausgehen in unsere Wohnung hatte ich das Gefühl, dass sich die Vorhänge leicht bewegten – insgesamt das Gefühl der permanenten Überwachung – noch lange vor den mittlerweile allgegenwärtigen Überwachungskameras. Mir war von Anfang an klar, dass es absolut notwendig war, mit Frau Grünberger ein einigermaßen gutes Verhältnis aufzubauen und ich versuchte, ihre Neugierde portionsweise zu stillen, fast zu füttern. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welche Geschichten ich ihr erzählte – natürlich kein Wort über den eigentlichen Hintergrund der WG. Es war natürlich ein stetes Kommen und Gehen von teils recht illustren Personen bei uns. Ich wohnte dort innerhalb von zwei Jahren mit insgesamt fast 30 Personen – natürlich nicht gleichzeitig, die „Kommunard*innen“ wechselten immer wieder. Abgesehen von Mitbewohner*innen, die im Sinne der Gründungsidee mit mir in der WG lebten, fanden auch immer wieder Menschen auf anderen Wegen zu uns. So brachte jemand einen Zeitungsverkäufer zu uns, der einen Platz zum Übernachten brauchte und irgendwann standen – vermutlich nach vorherigem Anruf – zwei „Schwarze“ vor der Tür, sicher genau beobachtet von Frau Grünberger. Einer der beiden – der mittlerweile verstorbene Aktivist und Herausgeber der Zeitung DIE BUNTE, Di-Tutu Bukasa – sagte, er suche dringend einen Platz für seinen Bruder Jean aus Zaire, der in Wien studieren wolle. Nach Besprechung in der Runde sagten wir zu und hatten also einen neuen Mitbewohner (Foto re. ob.). Später erst wurde uns klar, dass Di-Tutu das „Bruder“ im Sinne von „brother“ der etwas größeren Afrikanischen Community gemeint hatte ;-) Ich versorgte Frau Grünberger also hin und wieder mit Gesprächsstoff, schenkte ihr ab und zu eine Blume – wie zB. am linken Foto, als ich sie einmal in die Küche einlud. In der Hand hält sie neben der Blumenvase auch noch ein paar SW-Fotos, die ich von ihr gemacht und vergrößert hatte. Lang ist’s her. In der wirklich rudimentär eingerichteten Küche war immer viel los, die kulinarischen Exzesse hielten sich aber in engen Grenzen. Am Foto unten wird vonmeinem Mitbewohner Helmut und zwei spontan aufgetauchten Besuchern aus Holland, die niemand vorher gekannt hatte und die einige Tage bei uns übernachteten (soweit ich mich erinnere Johann und Rineke) eine Art Pizza belegt.

*) Name von der Redaktion geändert

Mrs Grünberger*, our usually well-informed caretaker, pays a visit to our flat share and receives lavish gifts! Life in the ‘drug rehab flat share’ Part 05. Vienna | AT · 1975–1977 (© PP · # 3599 · www.ewigesarchiv.at) The flat that I had rented in 1975 in a fit of complete overconfidence at Schubertgasse 22 in Vienna’s 9th district for the shared flat where I was supposed to and wanted to live with people who had undergone withdrawal for several months at the Kalksburg drug rehabilitation centre was, of course, on the ground floor and the entrance was directly directly opposite the caretaker’s flat, whose door had glass panes covered with thin curtains. Every time I entered or left our flat, I had the feeling that the curtains moved slightly – overall, a feeling of constant surveillance – long before the now ubiquitous surveillance cameras. It was clear to me from the outset that it was absolutely necessary to establish a reasonably good relationship with Mrs Grünberger, and I tried to satisfy her curiosity in small doses, almost feeding it. I can’t remember exactly what stories I told her – of course, not a word about the actual background of the flat share. There was, of course, a constant coming and going of some rather illustrious people at our place. I lived there with a total of almost 30 people over a period of two years – not all at the same time, of course, as the ‘commune members’ changed constantly. Apart from flatmates who lived with me in the flat share in line with the founding idea, people also found their way to us in other ways. Someone brought a newspaper seller to us who needed a place to stay, and at some point – presumably after a phone call – two ‘black men’ stood at the door, no doubt closely watched by Mrs Grünberger. One of them – the now deceased activist and editor of the newspaper DIE BUNTE, Di-Tutu Bukasa – said he was urgently looking for a place for his brother Jean from Zaire, who wanted to study in Vienna. After discussing it among ourselves, we agreed and thus had a new flatmate (photo above right). It was only later that we realised that Di-Tutu had meant ‘brother’ in the sense of ‘brother’ of the somewhat larger African community 😉 So I provided Mrs Grünberger with topics of conversation from time to time and gave her flowers now and then – as in the photo on the left, for example, when I invited her into the kitchen once. In addition to the vase of flowers, she is also holding a few black-and-white photos that I had taken of her and enlarged. It was a long time ago. There was always a lot going on in the really rudimentary kitchen, but the culinary excesses were kept within narrow limits. In the photo below, my flatmate Helmut and two spontaneous visitors from Holland, whom no one had known before and who stayed with us for a few days (as far as I remember, Johann and Rineke), are topping a kind of pizza.

*) Name changed by the editors

 

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Die Hausmeisterin besucht unsere WG · The caretaker visits our shared flat

Frau Grünberger*, gewöhnlich gut informierte Hausmeisterin, stattet unserer WG einen Besuch ab und wird reich beschenkt! Leben in der „Drogen-Entzugs-WG“ Teil 05. Wien | AT · 1975–1977 (© PP · # 3599 · www.ewigesarchiv.at) Die Wohnung, die ich in einem Anflug völliger... mehr lesen

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