Einführung

Bedienelemente – Controls

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Hauptmenu zu öffnen.

Click this control to open the main menu.

 

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Ewige Archiv zu durchsuchen.

Click this control to browse the Eternal Archives.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement oder verwenden Sie die ESC („escape“-Taste), um zurück zur Übersicht zu gelangen.

Click this control or use the ESC („escape“ key) to go back to the overview.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video zu schließen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to close the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video anzuzeigen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to show the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach links, um das vorherige Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow left key to show the previous image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach rechts, um das nächste Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow right key to show the next image/video.

Lade...
DE
|
EN

Was ist denn bitte die österreichische Kultur? · What exactly is Austrian culture?

Was ist denn bitte die österreichische Kultur? · What exactly is Austrian culture?

„Was ist denn bitte die österreichische Kultur? Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ Sigrid Maurer (Die Grünen). Extemporierter Versuch zu einem Zitat einer österreichischen Politikerin. Wien | AT · 2001–2026 (Text © S. Maurer; Visualisierung © Wien Museum; Ausstellungsansicht, Dokumentarfotos © PP · # 3707 · www.ewigesarchiv.at) Am letzten Tag von „Fleisch“ im Wien Museum wollte ich mir als „eingefleischter“ (guter Witz, haha) Vegetarier doch noch diese Ausstellung anschauen, war schon um 9:30 Uhr vorm Eingang in Erwartung einer langer Besucher*innenschlange, gab aber keine Schlange, demnach 30 Minuten zu vertrödeln. Ah, das dem Museum incorporierte Lokal „trude und töchter“ hat schon offen! (Der Name bezieht sich auf die Fotografin Trude Fleischmann (1895–1990), eine österreichisch-amerikanische Fotografin. Wusste gar nicht, dass sie Töchter hatte. S. link zum Video von Anna Auer mit Interview mit Trude Fleischmann!) Dort aus der eigenwillig gestalteten Karte ein „Ei Florentin“ (pochiertes Ei mit gelber Sauce drüber auf durchweichtem Toast und vier braune Saucepatzerl seitlich) gewählt (9,90 €), Melange dazu (4,70 €) und – weil das pochierte Ei im Inneren flüssig war, zum Auftunken extra „Bitte ein Brot“ bestellt (als ich schon fast fertig gegessen hatte, kamen drei getoastete „Sauerteig-Öfferl-“ oder „Spezial-Hl. Josef-“ oder was weiß ich Weißbrot-Scheiben (3,80 €) – gesamt also 18,40 €. Plus (klar doch!) Trinkgeld also bescheidene 20 € abgelegt. Die Ausstellung insgesamt sehr interessant, sehr umfangreich, aber, nachdem sie schon vorbei ist, kann nur mehr auf den untenstehenden Archiv-Link verwiesen werden. Ein Spruch auf einer rosaroten Wand allerdings sog mich magisch an, lies mich kurzzeitig rot sehen, blubberte in mir, ließ mich dann doch vor und wieder zurückgehen und kitzelt mich nun, darüber ein wenig zu mäandrieren. Ich hab ja sonst nichts zu tun, mein fast fertig geglaubte Film über die Malerin Mara Mattuschka muss noch mal zum Boxenstop, da heißt es, meine Ungeduld ein bisschen zu camouflieren bzw. im Zaum zu halten.)

Also: gemma’s an! mach ich mich halt dran! Its a dirty job but someone got to do it!

„Was ist denn bitte die österreichische Kultur? Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ Sigrid Maurer (Die Grünen), 2017 

(Die darunterstehende englische Übersetzung hier der Fokussierung halber weggelassen – sie erscheint mir nicht akkurat und sprachlich nicht entsprechend).

Sigrid Maurer ist seit 2020 Klubobfrau des Grünen Parlamentsklubs, im Jahr 2017 war sie Abgeordnete zum Nationalrat.

Wie kann ich jetzt dieses Zitat, diesen „flapsigen“, möglicherweise sarkastisch gemeinten „Sager“ verstehen, wie stehe ich selbst dazu? In welcher Situation kann sie das gesagt haben, aus welchem Anlass? Dass dieses Zitat authentisch ist, also belegbar, davon gehe ich aus, derart umfangreiche Ausstellungen in öffentlichen Einrichtungen beschäftigen selbstverständlich Dokumentarist*innen, Archivar*innen, die jede Beschriftung, jedes Zitat, jedes Artefakt überprüfen müssen, schon aus juristischen Gründen. Frau Maurer wird also diesen Ausspruch im Jahr 2017 getan haben, das wird sicher belegt sein, das ist also: Fakt, nicht Fake-News. Vielleicht wurde auch bei ihr nachgefragt, keine Ahnung. Vielleicht hat sie ihn nochmals wiederholt, weil sie ihn so gut, so witzig, so kompakt fand? 

In welchem Zusammenhang könnte sie diese beiden Sätze gesagt haben? Ich phantasiere jetzt mal: Vielleicht im Rahmen einer erhitzten Debatte, einer eskalierenden Auseinandersetzung mit einem/einer rechtsextremen Ausländerfeind*in, der/die schwammig die Erhaltung der „österreichischen Kultur“ einforderte bzw. angesichts der markanten Erhöhung der Zahl der in Österreich lebenden Ausländer*innen um diese besorgt war? Vielleicht hat sie ihm dann (erbost) entgegengeschleudert: „Was ist denn bitte die österreichische Kultur? Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ Ahja – das könnte doch eines von vielen möglichen Szenarien gewesen sein!?

Was sagte sie genau?

Zuerst stellt sie höflich eine Frage: „Was ist denn bitte die österreichische Kultur?“

Das ist allerdings eine, wie ich finde, wichtige Frage. Was ist Kultur? Was ist österreichische Kultur? Gibt es (noch) österreichische Kultur?

Gleich vorweg, basismäßig, bissl lehrerhaft: Kultur ist nicht gleichbedeutend mit Kunst. Nein, nein. Kunst, Künstler*innen gibt’s massig, auf die zu verweisen wäre: Hätten wir mal nicht zuletzt Meina Schellander, Cornelius Kolig, Mara Mattuschka, Götz Bury, Bodo Hell, Peter Kubelka, Hans Kienesberger, Walter Pilar, Johann Promberger ua. (nur um hinterfotzig einige  zu nennen, über die der Autor dieser patscherten Zeilen einen Film machte).

Nein – HIER gehts um Kultur.

Kultur (ohne vorher ChatGPT zu fragen – das ich tatsächlich bisher noch nie benützt habe btw) ist für mich die Summe aller Leistungen, Bemühungen, Anstrengungen, die über den grundlegenden Lebenserhalt hinaus gehen und eine spezifische, charakteristische Wesenheit einer (größeren) Gruppe von Menschen darstellen. Schreib ich halt mal so. Gibt sicher Zillionen bessere Formulierungen. Go 4 it!

Für mich also Beispiele (auch ohne nachzuschlagen) Bestimmte traditionelle Musikformen, Bekleidungen, Trachten (Ja: Trachten!), Architekturstile, die Art, wie Landschaft kultiviert wird, wie gebaut wird, natürlich: auch die Speisen, ja - von mir aus: auch die Schnitzel (die Schnitzel-Oper kann gerne jemand anders singen, wo die wieder herkommen). Natürlich auch die Strömungen in der bildenden Kunst einer Region, eines Landes, die jeweiligen Erfindungen, die Sprache, die Dialekte – keep on going - bitte hier selber einsetzen: . . . . ..

Die Politikerin Sigrid Maurer gibt (sich selbst) dann eine Antwort in Frageform:

„Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ 

Meint sie damit: das wirklich charakteristische Merkmal der österreichischen Kultur ist keineswegs, was hier einige Zeilen vorher karg angedeutet wurde, sondern:

„Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ 

Wirklich? Das ist alles?

Representing people. I’m just writing it like this. There are certainly a million better ways to phrase it. Go for it!

So, for me, examples (even without looking them up): Certain traditional musical forms, clothing, folk costumes (yes: folk costumes!), architectural styles, the way the landscape is cultivated, how buildings are constructed, and of course: the food, yes – for all I care: even the schnitzel (someone else can sing the schnitzel opera about where they come from). Naturally, also the movements in the visual arts of a region, a country, the respective inventions, the language, the dialects – keep going – please fill in the blanks here yourself: . . . . ..

The politician Sigrid Maurer then gives (herself) an answer in the form of a question:

„That we all eat too much schnitzel?“

Does she mean that the truly characteristic feature of Austrian culture is by no means what was sparsely hinted at a few lines earlier, but rather:

„That we all eat too much schnitzel?“

Really? Is that all?

Aktive Filter:
ThemaFleisch
DE
|
EN

Was ist denn bitte die österreichische Kultur? · What exactly is Austrian culture?

Was ist denn bitte die österreichische Kultur? · What exactly is Austrian culture?

„Was ist denn bitte die österreichische Kultur? Dass wir alle zu viel Schnitzel essen?“ Sigrid Maurer (Die Grünen). Extemporierter Versuch zu einem Zitat einer österreichischen Politikerin. Wien | AT · 2001–2026 (Text © S. Maurer; Visualisierung © Wien Museum; Ausstellungsansicht,... mehr lesen

Representing people. I’m just writing it like this. There are certainly a million better ways to phrase it. Go for it! So, for me, examples (even without looking them up): Certain traditional musical forms, clothing, folk costumes (yes: folk costumes!), architectural styles, the way the... read more