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Warten im „WIELS” · Waiting at ”WIELS“

Warten im „WIELS” · Waiting at ”WIELS“

Warten im „WIELS”. Warum ist mir das Anfertigen einer schnellen Skizze NOCH lieber, als das Nachschauen am „Handy“, wieviele „Likes“ ich bei meinem letzten FB-„Post“ habe bzw. ob ich vielleicht noch eine neue „Mail“ bekommen habe? Bruxelles/Brussels/Brüssel | BE · 2025 (© PP · # 3626 · www.ewigesarchiv.at) Das WIELS in Brüssel – der Einfachheit halber hier nur die deutschsprachige Version der zweisprachigen Stadt (flämisch und französisch) – ist ein in einer ehemaligen Brauerei untergebrachtes Kulturzentrum (Gebäude li.ob. und link dazu unt.), meist interessantes Programm, mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt vom obersten Stockwerk aus. Die Stadt Brüssel empfinde ich sehr angenehm, sehr entspannt, mit breiten Straßen, vielen kleinen Plätzen, zahlreichen Cafés, Lokalen, sehr lebendig, ohne aufgedreht zu sein, mit ausgezeichnet erhaltener, interessanter Architektur. Nicht so überrannt von Tourist*innen. Aber warum jetzt „Zeichnen“? Für mich eine der allerletzten Möglichkeiten zur persönlichen Äußerung. Abgesehen davon, wenn ich die Skizze mit dem Mobiltelefon fotografiere – dann ist das Bild davon eingespielt in das umfassende Netz, dann sind meine Daten dazu gespeichert, klar – aber der Akt des Zeichnens, des Ziehens einer Linie – so unbedeutend und zittrig sie auch sein mag – dieser Akt ist noch intim, wird nicht digital aufgezeichnet, es wird mir nicht unmittelbar eine Werbung zugedrückt. Gut, die sicher auch im Wiels vorhandenen Überwachungskameras werden einen Person aufzeichnen, die sitzt und zeichnet. Aber: Zeichnen kostet nichts, macht keinen Lärm, verbraucht kein Erdöl, produziert kein CO2. Zeichnen ist im besten Sinne „sinnlos“. Die Terabyte an Daten, die ich in den vergangenen Jahrzehnten produziert habe und versuche, zu „speichern“ auf externen Harddiscs, auf Servern, in Banksafes. . .  – die wird niemand öffnen, jedenfalls wird sich kaum jemand die Mühe machen – wozu auch. Eine Zeichnung ist ohne weitere Geräte anschaubar, die kann ich in die Hand nehmen, drehen - auch zerreißen. Abgesehen davon: Daten sind in einem Maße fragil, leicht zerstörbar wie sich kaum jemand eine Vorstellung macht. Wer soll in Zukunft auf die in diversen „Clouds“ gespeicherten Fotos und Videos zugreifen? Das einzige Medium, das nachweisbar lange hält, ist Graphit auf Papier – siehe die erhaltenen Werke von Michelangelo, Raffael und vieler anderer Künstler*innen. 

Natürlich kann jede KI und ein entsprechendes Ausgabemedium eine „bessere“, weil vielleicht exakter darstellende Zeichnung des Eingangsbereiches des WIELS mit den Braupfannen produzieren – aber: will ich das? Diese unbeholfene Skizze ist jedenfalls ganz meins, mit allen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Einfach eine Linie auf einem Papier hinterlassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Waiting at WIELS. Why do I prefer to make a quick sketch rather than check my mobile phone to see how many likes my latest Facebook post has received or whether I have received any new emails? Bruxelles/Brussels/Brüssel | BE · 2025 (© PP · # 3626 · www.ewigesarchiv.at) WIELS in Brussels – for simplicity’s sake, here only the English version of the bilingual city (Flemish and French) – is a cultural centre housed in a former brewery (building on the left above and to the left below), with a mostly interesting programme and a wonderful view of the city from the top floor. I find the city of Brussels very pleasant, very relaxed, with wide streets, many small squares, numerous cafés and restaurants, very lively without being hectic, with excellently preserved, interesting architecture. Not overrun by tourists. But why ‘drawing’ now? For me, it is one of the very last opportunities for personal expression. Apart from that, when I photograph the sketch with my mobile phone, the image is fed into the comprehensive network and my data is stored, of course, but the act of drawing, of drawing a line, however insignificant and shaky it may be, is still intimate, is not digitally recorded, and I am not immediately bombarded with advertising. Sure, the surveillance cameras that are certainly also present at Wiels will record a person sitting and drawing. But drawing costs nothing, makes no noise, consumes no oil, produces no CO2. Drawing is ‘pointless’ in the best sense of the word. The terabytes of data that I have produced over the past decades and am trying to ‘store’ on external hard drives, on servers, in bank safes… no one will open them, at least hardly anyone will bother – and why should they? A drawing can be viewed without any additional devices; I can pick it up, turn it around – even tear it up. Apart from that, data is fragile and easily destructible to an extent that hardly anyone can imagine. Who will have access to the photos and videos stored in various ‘clouds’ in the future? The only medium that has been proven to last a long time is graphite on paper – see the preserved works of Michelangelo, Raphael and many other artists.

Of course, any AI and a corresponding output medium can produce a ‘better’ drawing of the entrance area of WIELS with the brewing kettles, perhaps because it is more accurate – but do I want that? In any case, this clumsy sketch is entirely mine, with all its mistakes and shortcomings. Simply leaving a line on a piece of paper. No more, but also no less.

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Warten im „WIELS” · Waiting at ”WIELS“

Warten im „WIELS” · Waiting at ”WIELS“

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