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„Tactiles“ von Cornelius Kolig bei Ausstellung „Touch!“ · “Tactiles” by Cornelius Kolig at the exhibition “Touch!”

„Tactiles“ von Cornelius Kolig bei Ausstellung „Touch!“ · “Tactiles” by Cornelius Kolig at the exhibition “Touch!”

„Tactiles“ von Cornelius Kolig bei der Ausstellung „Touch! Kunst berührt“ im forum frohner in Krems. Mit einem Kurzvideo aus dem Ewigen Archiv! Gut besuchte Eröffnung einer spannenden Ausstellung mit Arbeiten von: Renate Bertlmann, VALIE EXPORT, Tone Fink, Adolf Frohner, Stefan Glettler, Gudrun Kampl, Cornelius Kolig. (Ausstellungsansichten © PP · # 3784 · www.ewigesarchiv.at)

„Touch! Kunst berührt. Kunst kann berühren: intellektuell, emotional und physisch. Doch auf welche Weise? Manchmal fesselt ein Werk durch Komposition, Farbe, Material und Form. Ein anderes Mal berührt uns das angesprochene Thema, eine überraschende Idee, eine irritierende Geste. Kunst kann uns zum Lächeln bringen, trösten, verwirren, zurückstoßen oder herausfordern.

Die Ausstellung kreist um die Interaktion zwischen Kunst und Betrachter:in. Sie schlägt einen Bogen von Werken, die das Thema des Berührens über den Sehsinn ansprechen, zu Arbeiten, die ausdrücklich zum Berühren einladen. Die Vielschichtigkeit des Dialoges zwischen Kunst und Betrachter:in spiegelt sich in den Handlungsanweisungen. Dem warnenden Hinweis,,Berühre mich nicht!" werden differenziertere Anweisungen gegenübergestellt:,,Berühre mich sanft!" oder „,Stoß mich an!" Materialien wie Samt, Papier, Silikon oder Glas sprechen den Tastsinn unmittelbar an, reizen zum Be-greifen oder weisen zurück. Das sinnliche Erleben wird zum wesentlichen Teil der Begegnung.

Das Berühren spielte bei der Entstehung von Adolf Frohners aktionistischen Kunstwerken eine entscheidende Rolle. Das gefundene, ursprünglich kunstfremde Material - die Matratze - wurde aufgerissen, geschlitzt und verformt. Auch wenn die Werke nicht angefasst werden dürfen, ist dieser körperliche Prozess für die Betrachter:innen erkennbar. Die Spuren der Bearbeitung offenbaren den Entstehungsprozess.

Demgegenüber wird das Erspüren bei Cornelius Koligs Tastobjekten zum primären Erlebnis. Die Besucher:innen sind aufgefordert, die Objekte tastend zu erfahren. Der Ausstellungsraum wird zum Erlebnisraum, der diese Erfahrung ermöglicht. Auch die installativen Werke Tone Finks, der das Material Papier auf vielfältige Weise kombiniert, weiten sich zu einer befühlbaren Skulptur aus. Seine Objekte sind Teil von performativen Inszenierungen und erhalten erst durch den Gebrauch ihre Bedeutung.

Mit ihrem ikonischen TAPP und TASTKINO reflektierte VALIE EXPORT die Wahrnehmung des weiblichen Körpers. Das Berührtwerden war Teil der legendären Aktion, mit der sie eine Vorreiterin der feministischen Kunst wurde. In diesem Zusammenhang sind auch Gudrun Kampls Werke zu sehen. Ihre Samtobjekte behandeln das Thema des Berührens auf vielfältige Weise: Sie lösen den Wunsch aus, sie anzugreifen, weisen zurück oder sprechen Formen der Berührung an.,,Umarme mich!", fordern ihre roten Samtbälle die Besucher:innen auf. Konträr dazu erzählen die Glasscherben in Renate Bertlmanns Werk davon, dass Berührung mitunter sogar gefährlich ist. Haben Sie schon einmal mit einem Kunstwerk getanzt? Versuchen Sie es mit den Objekten Stefan Glettlers.“

Künstler:innen: Renate Bertlmann, VALIE EXPORT, Tone Fink, Adolf Frohner, Stefan Glettler, Gudrun Kampl, Cornelius Kolig

Kuratorin: Elisabeth Voggeneder

Text: © forum frohner

“Tactiles” by Cornelius Kolig at the exhibition “Touch! Art Touches” at the Forum Frohner in Krems. Featuring a short video from the permanent archive! A well-attended opening of an exciting exhibition with works by: Renate Bertlmann, VALIE EXPORT, Tone Fink, Adolf Frohner, Stefan Glettler, Gudrun Kampl, and Cornelius Kolig. (Exhibition views © PP · # 3784 · www.ewigesarchiv.at)

“Touch! Art touches. Art can touch: intellectually, emotionally, and physically. But in what way? Sometimes a work captivates through composition, color, material, and form. At other times, we are moved by the theme addressed, a surprising idea, an unsettling gesture. Art can make us smile, comfort us, confuse us, repel us, or challenge us.

The exhibition revolves around the interaction between art and viewer. It spans a range from works that address the theme of touch through sight to works that explicitly invite touch. The multifaceted nature of the dialogue between art and viewer is reflected in the instructions for interaction. The cautionary message, ‘Do not touch me!’ is contrasted with more nuanced instructions: ‘Touch me gently!’ or ‘Poke me!’ Materials such as velvet, paper, silicone, or glass directly appeal to the sense of touch, tempting us to grasp them or repelling us.” Sensory experience becomes an essential part of the encounter.

Touch played a crucial role in the creation of Adolf Frohner’s actionist artworks. The found material, originally unrelated to art—the mattress—was torn, slashed, and deformed. Even though the works are not to be touched, this physical process is perceptible to viewers. The traces of manipulation reveal the process of creation.

In contrast, tactile perception becomes the primary experience with Cornelius Kolig’s tactile objects. Visitors are invited to experience the objects by touch. The exhibition space becomes an experiential space that facilitates this experience. Similarly, the installation works of Tone Fink, who combines the material paper in diverse ways, expand into a tangible sculpture. His objects are part of performative stagings and only acquire their meaning through use.

With her iconic TAPP and TASTKINO, VALIE EXPORT reflected on the perception of the female body. Being touched was part of the legendary action that made her a pioneer of feminist art. Gudrun Kampl’s works should also be seen in this context. Her velvet objects address the theme of touch in a variety of ways: they evoke the desire to touch them, repel it, or evoke forms of physical contact. „Hug me!“ her red velvet balls urge visitors. In contrast, the shards of glass in Renate Bertlmann’s work suggest that touch can sometimes even be dangerous. Have you ever danced with a work of art? Try it with Stefan Glettler’s objects.

Artists: Renate Bertlmann, VALIE EXPORT, Tone Fink, Adolf Frohner, Stefan Glettler, Gudrun Kampl, Cornelius Kolig
Curator: Elisabeth Voggeneder
Text: © forum frohner

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„Tactiles“ von Cornelius Kolig bei Ausstellung „Touch!“ · “Tactiles” by Cornelius Kolig at the exhibition “Touch!”

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