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Ich muss nach Indien und Nepal trampen! · I have to hitchhike to India and Nepal!

Ich muss nach Indien und Nepal trampen! · I have to hitchhike to India and Nepal!

Ich muss unbedingt nach Indien und Nepal trampen! Reisen in einem fernen Zeit/Raum-Kontinuum. Iran | IR · 1973 (© PP · # 3551 · www.ewigesarchiv.at) Die Polizei-Razzia an der NS-Gedenkstätte Peršmanhof in Kärnten, dem Ort eines Massakers der SS, bei dem 11 Menschen, darunter 7 Kinder, brutal ermordet wurden, hat dieses Foto in mir hochgespült. Die grotesk fadenscheinigen und lächerlichen Vorwände für die Polizei-Razzia am 27. Juli 2025 mit 30 Beamt*innen, Hubschrauber, Drohnen, Suchhundestaffel waren: „wildes Campieren“ und „sittenwidriges Verhalten in der Öffentlichkeit“. Mir ist in diesem Zusammenhang meine eigene Vergangenheit als sehr „wilder Campierer“ eingefallen und im Laufe meines Lebens habe ich mich vermutlich immer wieder sittenwidrig verhalten. 

Zu diesem Foto: Es ist ein eigenartiges Gefühl für mich, den jungen, schlanken Mann mit vollem Haar, hellem T-Shirt, etwas zusammengekniffenen Augen, die Sonnenbrille in der Linken, Jeans mit Klappen über den Taschen (die meine Mutter auf meine Bitte hin angenäht hatte) und Clarks-Boots auf dem Foto links zu sehen, der seine rechte Hand auf die Schulter eines kleineren Mannes im Anzug mit deutlich dunklerer Haut gelegt hat. Ich schaue mich selbst an, es ist ein Foto, das vor 52 Jahren, vermutlich irgendwo im Iran entstanden ist, vielleicht auch irgendwo in der Türkei. Es geht mir jetzt nicht um die Erzählung einer – für mich damals tatsächlich großen und abenteuerlichen – Reise, sondern ich denke nach über die völlig unterschiedliche Art zu Reisen damals in meiner Jugend und jetzt, wo „Reisen“ völlig anders ist und auch unter völlig veränderten Rahmenbedingungen stattfindet. Damals – mit 19 Jahren, war ich zum zweiten Mal zu einer „Tramp-Reise“ aufgebrochen – Richtung Indien und Nepal sollte es diesmal gehen, natürlich per Autostopp – wie sonst? Mit Visa für den Irak, für Nepal etc. Mit Bergsteigerrucksack, einem (viel zu dünnen) Schlafsack, „Camping Gaz“-Kocher, Alutopf, zusammenlegbarem Besteck und einem Weltatlas. mit Traveller-checks – natürlich keine Creditcard, kein mobile phone, kein iPad, kein Internet und auch keine Internetcafes. Damals auch noch ohne Reiseführer – Informationen wurden bei Treffen an Straßenknotenpunkten weitergegeben – es gab einige hotspots – zb den „Puddingshop“ in Istanbul, in Europa natürlich den Vondelpark in Amsterdam etc. dort hingen unzählige Zettel an den Pinnwänden, dort wurden Infos ausgetauscht etc. Auf diesen ganz großen Trip wollte ich gar keinen Fotoapparat mitnehmen, – der Freund und Künstler Hans Kienesberger „drängte“ mir schließlich seine „Exacta“ (eine in der DDR hergestellte Spiegelreflexkamera) auf. Auf der ganzen Reise belichtete ich nur 2 SW-Filme mit je 36 Aufnahmen. Zu diesem Foto nur soviel: Die erste Etappe von Langwies im oberösterreichischen Salzkammergut führte mich mit verschiedenen Zwischenstopps tatsächlich per Autostop bis Nis in Jugoslawien – das es damals tatsächlich noch gab. Am Morgen nachdem ich neben der Straße „wild campiert“ hatte, hielt nach einiger Zeit des Wartens ein Bus vor mir. Ich winkte sofort ab – keinesfalls hatte ich die Absicht, mit einem öden, spießigen Bus auch nur einen Kilometer mitzufahren. Per „Interrail“-Fahren war sowieso das Letzte für meinesgleichen. Aus dem Bus stieg allerdings eine Art blonder Prinz Eisenherz. Mit Pagenkopf und breitem Grinsen sagt er mir auf Englisch, dass der Bus Richtung Afghanistan unterwegs sei und ich gegen ein paar Dollar eine lange Strecke mitfahren könnte. Nach kurzem Zögern meinen Rucksack genommen und rein. Wie sich herausstellte, hatten zwei Afghanen in München einen alten Bus gekauft, den sie nach Afghanistan bringen wollten – der blonde Typ war ein dänischer Kunsttischler namens Mogens Hou Petersen – mit dem ich dann die wahrlich abenteuerliche Reise fortsetzte. Die Reise im Bus war insgesamt sehr eindrücklich – etappenweise wurde über den Preis für die Mitfahrt verhandelt (soweit ich mich erinnere, zahlte ich für die Strecke von Nis bis Istanbul 10 US-Dollar) viele Zwischenstopps bei Werkstätten, Reparaturen. Die große Reise hatte begonnen . . .

Wie ist die Situation heute, 2025? Wie habe ich selbst mich verändert, wie hat sich die Welt um mich, wie hat sich Österreich verändert seit damals? 

I absolutely have to hitchhike to India and Nepal! Traveling in a distant time/space continuum. Iran | IR · 1973 (© PP · # 3551 · www.ewigesarchiv.at) The police raid on the Nazi memorial site Peršmanhof in Carinthia, the site of an SS massacre in which 11 people, including 7 children, were brutally murdered, brought this photo back to mind. The grotesquely flimsy and ridiculous pretexts for the police raid on July 27, 2025, involving 30 officers, helicopters, drones, and a search dog unit, were „wild camping“ and „immoral behavior in public.“ In this context, I remembered my own past as a very „wild camper,“ and I’ve probably engaged in immoral behavior repeatedly throughout my life.
About this photo: It’s a strange feeling for me to see the young, slender man with a full head of hair, a light T-shirt, slightly squinty eyes, sunglasses in his left hand, jeans with flaps over the pockets (which my mother had sewn on at my request), and Clarks boots in the photo on the left, with his right hand on the shoulder of a shorter man in a suit with noticeably darker skin. I look at myself; it’s a photo taken 52 years ago, presumably somewhere in Iran, perhaps somewhere in Turkey. I’m not interested in recounting a journey—a truly great and adventurous one for me back then—but rather reflecting on the completely different way of traveling back then in my youth and now, when „traveling“ is completely different and also takes place under completely different circumstances. Back then—at the age of 19—I set out on my second „hitchhiking trip“—this time heading towards India and Nepal, hitchhiking, of course—how else? With visas for Iraq, Nepal, etc. With a mountaineering backpack, a (far too thin) sleeping bag, a „camping gas“ stove, an aluminum pot, collapsible cutlery, and a world atlas. With traveler’s checks—of course, no credit card, no cell phone, no iPad, no internet, and no internet cafes. Back then, there was also no travel guide. Information was passed around at meetings at road junctions. There were a few hotspots—for example, the „pudding shop“ in Istanbul, and in Europe, of course, the Vondelpark in Amsterdam. There were countless notes on the bulletin boards, information was exchanged, and so on. I didn’t want to take a camera with me on this really big trip—my friend and artist Hans Kienesberger finally „forced“ his „Exacta“ (a SLR camera made in the GDR) on me. On the entire trip, I only exposed two black and white films, each with 36 exposures. Just a little about this photo: The first leg of the journey, from Langwies in the Salzkammergut region of Upper Austria, took me hitchhiking, with several stops, to Nis in Yugoslavia—which actually still existed back then. The morning after I’d „wild camped“ next to the road, after a while of waiting, a bus stopped in front of me. I immediately waved it off—under no circumstances did I intend to travel even a kilometer on a boring, stuffy bus. Interrailing was the last thing for people like me anyway. However, a blond Prince Valiant stepped off the bus. With a pageboy haircut and a broad grin, he told me in English that the bus was on its way to Afghanistan and that for a few dollars I could ride a long way. After a brief hesitation, I grabbed my backpack and hopped in. As it turned out, two Afghans in Munich had bought an old bus that they wanted to take to Afghanistan—the blond guy was a Danish cabinetmaker named Mogens Hou Petersen—in which I then continued my truly adventurous journey. The bus journey was very impressive overall – the price of the ride was negotiated in stages (as far as I remember, I paid $10 for the journey from Nis to Istanbul), with many stops at workshops and repairs. The great journey had begun…
What is the situation like today, in 2025? How have I changed, how has the world around me, how has Austria changed since then?

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Ich muss nach Indien und Nepal trampen! · I have to hitchhike to India and Nepal!

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