Einführung

Bedienelemente – Controls

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Hauptmenu zu öffnen.

Click this control to open the main menu.

 

Suche
Klicken Sie dieses Bedienelement, um das Ewige Archiv zu durchsuchen.

Click this control to browse the Eternal Archives.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement oder verwenden Sie die ESC („escape“-Taste), um zurück zur Übersicht zu gelangen.

Click this control or use the ESC („escape“ key) to go back to the overview.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video zu schließen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to close the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, das Bild/Video selbst oder verwenden Sie die „i“-Taste, um die zusätzliche Information zum Bild/Video anzuzeigen.

Click this control, the image/video itself or use the „i“ key to show the additional information to the image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach links, um das vorherige Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow left key to show the previous image/video.

 

Übersicht
Klicken Sie dieses Bedienelement, oder verwenden Sie die Pfeiltaste nach rechts, um das nächste Bild/Video anzuzeigen.

Click this control or use the arrow right key to show the next image/video.

Lade...
DE
|
EN

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz · In loving memory of my mother Erna Putz

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz · In loving memory of my mother Erna Putz

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz, geborene Promberger (1926–2017), die heute, am 2. August 2026 ihren hundertsten Geburtstag feiern würde: Geboren in Ebensee, eine Jugend während des Weltkriegs, ausgewandert nach Detroit und zurück gekommen, Mutter von vier Kindern und noch Vieles mehr. Versuch einer Kurzbiographie, die Frage, was „privat“, was „öffentlich“ ist und warum „Erinnerung“ schlussendlich sinnvoll und notwendig sein könnte. Natürlich mag es sonderbar und fragwürdig erscheinen, über die eigene Mutter Fotos und einen Text auf FB zu veröffentlichen – andererseits: warum sollen Biographien nur über „prominente“ Frauen geschrieben werden, über mehr oder weniger bekannte Künstlerinnen, Forscherinnen, Feministinnen usw.? Mit der Geschichte meiner Mutter – die nicht nur meine, sondern auch die Mutter meiner drei Geschwister ist – beschäftige ich mich in längeren Abschnitten und mit wechselnder Intensität schon viele Jahre lang. Ich habe einen Film über sie und ihre Freundin Gerti Parzer gemacht, in dem beide über ihre Erinnerungen an ihre Jugend während des NS-Terrorregimes sprechen: „Erna und Gerti erzählen . . . “ (s. Link) Diesen Film konnte ich nur deshalb machen, weil ich mich 2015 entschlossen hatte, mir eine Kamera und Tonequipment auszuborgen und mit ihr (und anderen) ein längeres Gespräch zu führen und aufzuzeichnen, sie zu fragen und ihr zuzuhören. Dass ich diesen Film gemacht habe, darauf bin ich stolz, das freut mich nach wie vor – auch wenn es schmerzhaft ist, sie zu sehen und zu wissen, dass keine weiteren Gespräche möglich sind nach ihrem Tod. Wenn ich noch könnte, würde ich noch viel, viel mehr wissen wollen. (Anregung: Es ist mittlerweile so wahnsinnig einfach, mit dem Mobiltelefon Bild + Ton aufzuzeichnen! Eigene Geschichte, Familiengeschichte zumindest fragmentarisch zu dokumentieren!) Ohne selbst über eigene Geschichte zu reflektieren, sind wir verdammt dazu, irgendwelchen tendenziösen Medien, Publikationen, selbsternannten „Influencer*innen“ etc. zu folgen.

Hier eine Mini-Biographie: Ernestine – ihr Taufname – wurde als Tochter von Alosia und Johann Promberger 1926 in Ebensee am Traunsee im oö. Salzkammergut geboren. Ihre Mutter stammte aus einer Fischerfamilie aus Traunkirchen, ihr Vater war Werkmeister in der Saline Ebensee. Im oben erwähnten Film erzählt sie, wie in ihrer Familie im März 1938 die Annektion Österreichs durch das NS-Regime unter Adolf Hitler erlebt wurde: „ . . . dann hat der Schuschnigg (damaliger Bundeskanzler, Anm.) einen Satz gesagt („Gott schütze Österreich) und dann hat der Vater furchtbar geweint . . .“ Meine Mutter hatte nach der Befreiung des KZ-Ebensee durch die US-Army im Mai 1945 als junges Mädchen aus Winteruniformen der deutschen Wehrmacht Hemden für die notdürftige Bekleidung der überlebenden Zwangsarbeiter in einer Nähstube im Josefshaus geschneidert und dabei ihren späteren Mann, einen deutschsprachigen Polen (einen „Volksdeutschen“), der im Auftrag der Amerikaner arbeitete, kennengelernt. Mit ihm war sie 1953 nach Detroit, also „nach Amerika“, ausgewandert, hatte sich dann allerdings dazu entschlossen, ihr Kind lieber im vertrauten Ebensee zur Welt zu bringen und war im fünften Monat schwanger mit dem Ozeandampfer Queen Elizabeth zurückgefahren. Darum bin ich in Ebensee am Traunsee zur Welt gekommen und nicht in Detroit und setze mich seit vielen Jahren mit der Geschichte meines Geburtsortes auseinander.

Der große Wunsch meiner Mutter war gewesen, in Wien die Modeschule Hetzendorf zu besuchen (ich bin nicht mehr sicher, ob sie nicht sogar die Aufnahmsprüfung geschafft hatte), allerdings wurde ihr das von den Eltern nicht erlaubt.

Ich vermisse meine Mutter sehr und bin ihr sehr dankbar.

In loving memory of my mother, Erna Putz, née Promberger (1926–2017), who would have celebrated her 100th birthday today, August 2, 2026: Born in Ebensee, a youth spent during the Second World War, emigrated to Detroit and returned, mother of four children, and so much more. An attempt at a short biography, exploring the question of what is „private,“ what is „public,“ and why „remembrance“ might ultimately be meaningful and necessary. Of course, it may seem strange and questionable to publish photos and a text about one’s own mother on Facebook—on the other hand: why should biographies only be written about „prominent“ women, about more or less well-known artists, researchers, feminists, etc.? I have been grappling with my mother’s story—who is not only my own, but also the mother of my three siblings—in extended periods and with varying degrees of intensity for many years. I made a film about her and her friend Gerti Parzer, in which they both talk about their memories of their youth during the Nazi terror regime: „Erna and Gerti Tell Their Stories…“ (see link). I was only able to make this film because in 2015 I decided to borrow a camera and sound equipment and conduct and record a longer conversation with her (and others), asking her questions and listening to her. I’m proud that I made this film, and it still makes me happy—even though it’s painful to see her and know that no further conversations are possible after her death. If I could, I would want to know so much more. (Suggestion: It’s so incredibly easy these days to record video and audio with a mobile phone! To document your own history, your family history, at least fragmentarily!) Without reflecting on our own history, we are doomed to follow biased media, publications, self-proclaimed „influencers,“ etc. Here’s a mini-biography: Ernestine – her given name – was born in 1926 in Ebensee on Lake Traunsee in the Upper Austrian Salzkammergut region, the daughter of Alosia and Johann Promberger. Her mother came from a fishing family in Traunkirchen, and her father was a foreman at the Ebensee saltworks. In the film mentioned above, she recounts how her family experienced the annexation of Austria by the Nazi regime under Adolf Hitler in March 1938: „…then Schuschnigg (then Chancellor, note) said something (‚God protect Austria‘) and then my father wept terribly…“ After the liberation of the Ebensee concentration camp by the US Army in May 1945, my mother, as a young girl, sewed shirts from German Wehrmacht winter uniforms in a sewing room at the Josefshaus to provide makeshift clothing for the surviving forced laborers. It was there that she met her future husband, a German-speaking Pole (an ethnic German), who was working for the Americans. With him, she emigrated to Detroit, or „to America,“ in 1953, but then decided she would rather give birth to her child in familiar Ebensee and returned five months pregnant on the ocean liner Queen Elizabeth. That’s why I was born in Ebensee on Lake Traunsee and not in Detroit, and why I’ve been exploring the history of my birthplace for many years.

My mother’s great wish had been to attend the Hetzendorf School of Fashion in Vienna (I’m no longer sure if she even passed the entrance exam), but her parents wouldn’t allow it.

… I miss my mother very much and am very grateful to her.

Aktive Filter:
Jahr2017
DE
|
EN

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz · In loving memory of my mother Erna Putz

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz · In loving memory of my mother Erna Putz

In liebevoller Erinnerung an meine Mutter Erna Putz, geborene Promberger (1926–2017), die heute, am 2. August 2026 ihren hundertsten Geburtstag feiern würde: Geboren in Ebensee, eine Jugend während des Weltkriegs, ausgewandert nach Detroit und zurück gekommen, Mutter von vier Kindern und noch... mehr lesen

In loving memory of my mother, Erna Putz, née Promberger (1926–2017), who would have celebrated her 100th birthday today, August 2, 2026: Born in Ebensee, a youth spent during the Second World War, emigrated to Detroit and returned, mother of four children, and so much more. An attempt at a... read more