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Nachdenken über „Denkmal für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle“ · Reflections on the “Memorial for Homosexuals Persecuted under National Socialism”

Nachdenken über „Denkmal für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle“ · Reflections on the “Memorial for Homosexuals Persecuted under National Socialism”

Nachdenken über das „Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“. Ein Versuch. Wien | AT · 2023–2026 (Werk © Sarah Ortmeyer und Karl Kolbitz; Ansichten © PP · # 3719 · www.ewigesarchiv.at) Das aus fünf in unterschiedlichen Grautönen gefärbten Metallbögen bestehende Artefakt, am Karlsplatz im „Ressl-Park“ stehend, hatte ich im Juli 2023 erstmals gesehen und fotografiert. Es erschien mir zunächst als eine Art Spiel-Objekt, erst auf einer in der Nähe befindlichen Stele konnte ich die Intention lesen: „Die Skulptur formt den imaginären Schatten eines Regenbogens auf einem schwaneneiförmigen Grund. In der Natur ist der Regenbogen eine komplexe Erscheinung – kraftvoll und fragil zugleich. Er erscheint nur, wenn ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Der sechsfarbige Regenbogen ist heute international als Symbol der queeren Bewegung bekannt, aus deren Mitte heraus er in den 1970er-Jahren entstanden ist.“ (Gesamter Text unten)

Bereits vor nunmehr drei Jahren beobachtete ich die Vorbeigehenden, ebenso gestern. Ich stand rund 10 Minuten an Ort und Stelle, kein Einziger, keine Einzige der Vorbeigehenden schien in irgendeiner Art das Objekt wahrzunehmen oder innezuhalten oder in irgendeiner Weise sich mit dem Thema der Ermordung von Homosexuellen durch das NS-Terrorregime auch nur ansatzweise, angestoßen durch das Denkmal – auseinanderzusetzen, darüber nachzudenken. Mit Ausnahme eines kleinen Mädchens, das zu den Metallbögen hinlief und sich hochziehen wollte. Offensichtlich hatte es das Piktogramm mit dem Textzusatz „Do not climb“ nicht wahrgenommen oder beachtet.

Ich stelle mir vor, ein Verwandter von mir, ein entfernter Onkel oder eine Tante wären unter den Ermordeten gewesen – würde ich beim Anblick dieser Bögen irgendeinen Konnex zu diesem Verbrechen finden? Würde ich dazu in irgendeiner Weise dazu angeregt, weiter darüber nachzudenken, bekomme ich auch nur ansatzweise weitere Information, Erkenntnisse zu den Hintergründen? (Nein – ich denke keineswegs, dass ein Denkmals ein umfassendes Lexikon sein soll).

Meinem Empfinden nach ist es ein in jeder Hinsicht „cooles“ Werk, das mich und möglicherweise auch (fast) alle Vorbeigehenden bis ans Herz hinan „cool“ lässt.

Text zur Skulptur:

ARCUS (Schatten eines Regenbogens)

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Sarah Ortmeyer und Karl Kolbitz, 2023

Homosexualität unter erwachsenen Personen war in Österreich von 1852 bis 1971 strafbar. Nach dem ,,Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 erhöhte sich die Anzahl der als Homosexuelle verfolgten Männer und Frauen dramatisch, die Strafmaße stiegen deutlich. Die nationalsozialistischen Behörden kriminalisierten die Beschuldigten, verbrachten sie ins Gefängnis, in die Nervenklinik, den Operationssaal oder in Konzentrationslager. Allein aus Wien wurden mehr als hundert Männer in Konzentrationslager deportiert, weniger als ein Drittel der Menschen

überlebte. Nach der Befreiung Österreichs wurde niemand von ihnen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt.

Zum Gedenken an diese verfolgte Gruppe lobte die Stadt Wien nach einem umfassenden Community-Beteiligungsprozess 2021 einen offenen Wettbewerb für ein „Denkmal für Männer und Frauen, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden“, aus.

Die Skulptur formt den imaginären Schatten eines Regenbogens auf einem schwaneneiförmigen Grund. In der Natur ist der Regenbogen eine komplexe Erscheinung – kraftvoll und fragil zugleich. Er erscheint nur, wenn ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Der sechsfarbige Regenbogen ist heute international als Symbol der queeren Bewegung bekannt, aus deren Mitte heraus er in den 1970er-Jahren entstanden ist. Durch die Abwandlung der Farben in unterschiedlich schattierte Grautöne wird ein mehrdeutiges Bild geformt, das Trauer und Hoffnung vereint.

Gesellschaftliche Gleichberechtigung und Akzeptanz sind auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Das Denkmal soll das Gedenken an die als Homosexuelle diskriminierten, verfolgten und ermordeten Menschen lebendig halten. Die Skulptur steht für eine solidarische Erinnerung – jetzt und in der Zukunft.

Wieviele Farben hat der Regenbogen?

Ein Regenbogen besteht klassisch aus sieben Farben, die durch die Brechung des Sonnenlichts in Regentropfen entstehen. Die Reihenfolge von außen nach innen lautet: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.

Nachdenken über das „Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“. Ein Versuch. Wien | AT · 2023–2026 (Werk © Sarah Ortmeyer und Karl Kolbitz; Ansichten © PP · # 3719 · www.ewigesarchiv.at) Das aus fünf in unterschiedlichen Grautönen gefärbten Metallbögen bestehende Artefakt, am Karlsplatz im „Ressl-Park“ stehend, hatte ich im Juli 2023 erstmals gesehen und fotografiert. Es erschien mir zunächst als ein Art Spiel-Objekt, erst auf einer in der Nähe befindlichen Stele konnte ich die Intention lesen: „Die Skulptur formt den imaginären Schatten eines auf einem schwaneneiförmigen Grund. In der Natur ist der Regenbogen eine komplexe Erscheinung – kraftvoll und fragil zugleich. (Gesamter Text unten)
Bereits vor nunmehr drei Jahren beobachtete ich die Vorbeigehenden, ebenso gestern. Ich stehe rund 10 Minuten an Ort und Stelle, kein Einziger, keine Einzige der Vorbeigehenden schien in irgendeiner Art das Objekt wahrzunehmen oder innezuhalten oder in irgendeiner Weise sich mit dem Thema der Ermordung von Homosexuellen durch das NS-Terrorregime auch nur ansatzweise, angestoßen durch das Denkmal – auseinanderzusetzen, darüber nachzudenken. Mit Ausnahme eines kleinen Mädchens, das zu den Metallbögen hinlief und sich hochziehen wollte. Offensichtlich hatte es das Piktogramm mit dem Textzusatz „Do not Climbing“ nicht wahrgenommen oder beachtet.
Ich stelle mir vor, ein Verwandter von mir, ein entfernter Onkel oder eine Tante wären unter den Ermordeten gewesen – würde ich beim Anblick dieser Bögen irgendeinen Konnex zu diesem Verbrechen finden? Würde ich dazu in irgendeiner Weise dazu angeregt, weiter darüber nachdenken, bekomme ich auch nur ansatzweise weitere Informationen, Erkenntnisse zu den Hintergründen? (Nein – ich denke keineswegs, dass ein Denkmals ein umfassendes Lexikon sein soll).
Meinem Empfinden nach ist es ein in jeder Hinsicht „cooles“ Werk, das mich und möglicherweise auch (fast) alle Vorbeigehenden bis ans Herz hinan „cool“ lässt.

Text zur Skulptur:
ARCUS (Schatten eines Regenbogens)
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Sarah Ortmeyer und Karl Kolbitz, 2023
Homosexualität unter erwachsenen Personen war in Österreich von 1852 bis 1971 strafbar. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 erhöhte sich die Zahl der als Homosexuelle verfolgten Männer und Frauen dramatisch, die Strafmaße stiegen deutlich. Die nationalsozialistischen Behörden kriminalisierten die Beschuldigten, verbrachten sie ins Gefängnis, in die Nervenklinik, den Operationssaal oder im Konzentrationslager
überlebte. Nach der Befreiung Österreichs wurde niemand von ihnen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt.
Zum Gedenken an diese verfolgte Gruppe lobte die Stadt Wien nach einem umfassenden Community-Beteiligungsprozess 2021 einen offenen Wettbewerb für ein „Denkmal für Männer und Frauen, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden“, aus.
Die Skulptur formt den imaginären Schatten eines Regenbogens auf einem schwaneneiförmigen Grund. In der Natur ist der Regenbogen eine komplexe Erscheinung – kraftvoll und fragil zugleich. Er erscheint nur, wenn ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Der sechsfarbige Regenbogen ist heute international als Symbol der queeren Bewegung bekannt, aus der Mitte heraus er in den 1970er-Jahren entstanden ist. Durch die Abwandlung der Farben in unterschiedlich schattierten Grautönen wird ein mehr deutsches Bild geformt, das Trauer und Hoffnung vereint.
Gesellschaftliche Gleichberechtigung und Akzeptanz sind auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Das Denkmal soll das Gedenken an die als homosexuelle diskriminierten, verfolgten und ermordeten Menschen lebendig halten. Die Skulptur steht für eine solidarische Erinnerung – jetzt und in der Zukunft.

Wieviele Farben hat der Regenbogen?
Ein Regenbogen besteht klassisch aus sieben Farben, die durch die Brechung des Sonnenlichts in Regentropfen entstehen. Die Reihenfolge von außen nach innen lautet: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett.

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